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TRANSFORMPATHS – Nachhaltige Mobilität in regionalen Transformationsräumen

 TRANSFORMPATHS 

Die Region Großraum Braunschweig vereint vielfältige, eng vernetzte Siedlungstypen entlang des Stadt-Land-Gradienten – mit unterschiedlichen Mobilitätsbedarfen und daraus resultierenden Anforderungen an Mobilitätssysteme und Infrastrukturen.
Die Region Großraum Braunschweig vereint vielfältige, eng vernetzte Siedlungstypen entlang des Stadt-Land-Gradienten – mit unterschiedlichen Mobilitätsbedarfen und daraus resultierenden Anforderungen an Mobilitätssysteme und Infrastrukturen.

Ausgangssituation & Forschungsfragen

Die Region Großraum Braunschweig vereint unterschiedliche, miteinander vernetzte Siedlungstypen entlang des Stadt-Land-Gradientens – von Großstädten über Mittel- und Vorstädte, periphere Industriegebiete und periurbane Dörfer bis hin zu ländlichen Gemeinden und Splittersiedlungen. Mit dem Masterplan 100% Klimaschutz verfolgt der Regionalverband Großraum Braunschweig das Ziel, den motorisierten Individualverkehr bis 2050 um 40 Prozent zu reduzieren und den öffentlichen Verkehr sowie Radverkehr zu stärken. Individuelle Mobilitätsbedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner der Region unterscheiden sich dabei und hängen ab von Lebensmodellen, sozioökonomischen Faktoren, Siedlungstypen und Infrastrukturen.

Der Verbund aus TU Braunschweig, Regionalverband Großraum Braunschweig und Haus der Wissenschaft Braunschweig untersucht im Projekt TRANSFORMPATHS, wie integrierte Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung im Stadt-Land-Kontext nachhaltig gestaltet werden kann.

Im Zentrum stehen fünf miteinander verknüpfte Transformationsbereiche.

  1. Mobilitätssysteme und Betrieb untersucht, wie das ÖPNV-System durch die Integration von Linien- und On-Demand-Verkehren weiterentwickelt werden kann.
  2. Integrierte Mobilitätsplanung und räumliche Entwicklung fokussiert die Wechselwirkungen zwischen neuen Mobilitätssystemen und der räumlichen Entwicklung und Transformation unterschiedlicher Siedlungsformen.
  3. Mobilitätstechnologien fokussiert automatisierte und vernetzte Systeme und deren Anforderungen.
  4. Governance entwickelt geeignete Rahmenbedingungen für eine gelingende, sektorübergreifende Umsetzung neuer Mobilitätslösungen und Konzepte einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung.
  5. Unterstützend werden Formate für Szenarioprozesse, Ko-Kreation und Kommunikation entwickelt.

Projektansatz und Vorgehen

TRANSFORMPATHS verfolgt einen inter- und transdisziplinären, systemischen Ansatz, indem zunächst die grundlegenden Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung in der Region identifiziert werden. Dazu werden datenbasierte Analysen, Technologieentwicklungen, Modellierungen und Simulationen mit Szenarienentwicklung sowie Ko-Design-Prozessen verknüpft. Im Zentrum steht zum einen die Entwicklung eines integrierten ÖPNV-Systems, in dem Linienverkehre und On-Demand-Angebote – perspektivisch auch automatisierte Dienste – zu einem Gesamtsystem zusammengeführt werden. Dieses System wird konsequent mit weiteren nachhaltigen Mobilitätsformen wie dem Zufußgehen und Radfahren verknüpft und multimodal integriert.

Zum anderen analysiert, visualisiert und modelliert das Projektteam Mobilitätsinfrastrukturen und Siedlungstypen unter dem Primat einer mobilitätszentrierten Siedlungsentwicklung in ihren Wechselwirkungen. In einem ko-kreativen Prozess entwickelt das Projekt gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren Szenarien, aus denen sie Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge für die nachhaltige Entwicklung der Region Großraum Braunschweig ableiten. Diese werden in Reallaboren erprobt, bewertet und weiterentwickelt. Dabei sind Akzeptanz, betriebliche Anforderungen sowie organisatorische und institutionelle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

 

Projektziele und zu erwartende Ergebnisse

Ziel von TRANSFORMPATHS ist die Entwicklung integrierter und übertragbarer Transformationspfade für eine klimaneutrale, sozial ausgewogene und wirtschaftlich tragfähige Mobilität im Stadt-Land-Kontext im Großraum Braunschweig. Mobilitätsangebote sollen besser an unterschiedliche Bedarfe angepasst, die Erreichbarkeit verbessert und nachhaltige Alternativen gestärkt werden.

Hierzu wird ein ÖPNV-System konzipiert das technologische und betriebliche Lösungen für automatisierte und vernetzte Mobilität entwickelt, prototypisch auf ihre Akzeptanz hin testet und daraus Handlungskonzepte für die räumlich-funktionale Entwicklung der Region und des Mobilitätssystems entwickelt. Als zentrale Voraussetzung für die gelingende Transformation des bestehenden Systems werden gesellschaftliche Akzeptanz, neue Governance-Modelle und weitere institutionelle Rahmenbedingungen gezielt in ko-kreativen Prozessen adressiert und geeignete Kommunikationsformate erarbeitet.

Darüber hinaus werden anwendungsorientierte Prozesse, sowie unterstützende Systeme und Anwendungen für Planung, Entscheidungsunterstützung und Monitoring entwickelt und erprobt. Ziel ist es, übertragbare Lösungen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie eine integrierte Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung im Stadt-Land-Kontext nachhaltig gestaltet – und wie der Weg dorthin gelingen kann.

 

Laufzeit
01.01.2026 – 31.12.2030

Verbundkoordination:
ISU – Institute for Sustainable Urbanism
Technische Universität Braunschweig
Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow
Tel.: 0531 / 391-3537
E-Mail: transformpaths@tu-braunschweig.de

Weitere Informationen
www.transformpaths.de