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Wie Pendeln nachhaltiger werden kann: Ideenfindungsprozess für Reallabore startet

Wie Pendeln nachhaltiger werden kann: Ideenfindungsprozess für Reallabore startet

PendelLabor – Wege zu einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mobilität am Beispiel der Region Frankfurt Rhein-Main © stock.adobe.com/helmutvogler

Im November und Dezember 2021 startet der Ideenfindungsprozess im BMBF-Forschungsvorhaben PendelLabor mit den ersten Workshops im Hochtaunuskreis und im Kreis Groß-Gerau, die das Vorhaben als Praxispartner aktiv unterstützen. Im Vorhaben PendelLabor untersucht ein Team aus Wissenschaftler*innen und Praxisakteuren, wie Pendeln nachhaltiger gestaltet werden und wie die Veränderung der Pendelmobilität einen Beitrag zur Mobilitätswende leisten kann. Konkret: Wie könnten Alternativen zu gängigen Pendelroutinen aussehen? Gibt es praktikable Lösungen, die für Pendler*innen, Kommunen und Umwelt tragfähig sind?

Hierfür will das Forschungsteam gemeinsam mit lokalen Akteuren nah an den Bedürfnissen und Praktiken der Pendler*innen neue Handlungsansätze entwickeln, die die Veränderung der Pendelmobilität fördern. Ausgewählte Maßnahmen sollen danach umgesetzt und von Pendler*innen erprobt werden. In beiden Schritten nimmt das Projektteam drei Handlungsräume in den Blick: den der Pendler*innen, den der Arbeitgeber*innen und den der Kommunen, in denen die Pendler*innen wohnen.

In dem Co-Design Prozess sollen Ideen für Maßnahmen entwickelt werden, zum einen verkehrliche Maßnahmen, z.B. Verbesserungen an Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs oder Verkehrsinfrastruktur. Zum anderen sollen im Co-Design Prozess auch Maßnahmen entwickelt werden, die sich auf die Alltagsorganisation der Pendler*innen, z.B. Co-Working Plätze, zeitliche Organisation der Kinderbetreuung oder die Rahmenbedingungen des Pendelns, z.B. Arbeitszeiten, auswirken. Dabei geht es auch darum, wie Kommunen, insbesondere in Bezug auf eine nachhaltigere Verkehrs- und Raumplanungspraxis und Arbeitgeber, in Bezug auf nachhaltiges betriebliches Mobilitätsmanagement, eine aktive, gestaltende Rolle einnehmen können.

Der Auftakt zu dem Ideenfindungsprozess startet am 11. November mit dem ersten von drei Workshops im Hochtaunuskreis. Der Auftakt im Kreis Groß-Gerau am 10. Dezember. An den Veranstaltungen nehmen Vertreter*innen der jeweiligen Landkreise, kommunale Akteure aus den kreisangehörigen Städten und Gemeinden und der Stadt Frankfurt, lokale Akteure der Zivilgesellschaft, sowie Mitglieder des Verbundteams teil.

Eine Auswahl der Maßnahmen soll dann im weiteren Verlauf des Jahres 2022 konkretisiert, testweise eingerichtet und über mehrere Monate von und mit Pendler*innen in den Kommunen erprobt werden (Realexperiment). Darüber hinaus wird aus dem Ideenschatz ein Konzept ‚Nachhaltige Pendelmobilität‘ entstehen, in dem die Maßnahmenideen strukturiert nach Handlungsfeldern aufbereitet werden.