Im Projekt pimoo (Plattform für integrierte Mobilität Oberursel) haben die Stadt Oberursel am Taunus und die Hochschule RheinMain verschiedene Tools entwickelt, die Prozesse der Entscheidungsvorbereitung und -findung in der kommunalen Verkehrsplanung und Verkehrspolitik verbessern sollen. Davon sollen in der laufenden dritten Phase von pimoo auch andere Kommunen profitieren. Das Fachzentrum Nachhaltige Mobilitätsplanung Hessen als pimoo-Transferpartner hat daher für den 14. Mai 2025 zu einem Workshop ins „Massif Central” nach Frankfurt am Main eingeladen.
In einer Kennenlernrunde tauschten sich 18 Teilnehmende aus zwölf hessischen Kommunen über aktuelle Themen der kommunalen Verkehrspolitik aus:
Welche Themen bewegen aktuell?
- Finanzen / Ungeklärte Haushaltslage
- Flächengerechtigkeit
- Stellplätze
- Verkehrsversuche / Umgestaltung
Wo hakt es bei Prozessen?
- Unklare Priorisierung
- Fehlende Personalressourcen
- Unklare Zuständigkeiten
- Verweigerungshaltung
- Unsachliche Argumente
Prof. Dr. Volker Blees und Nathalie Schneider (Hochschule RheinMain) stellten gemeinsam mit Dr. Uli Molter und Markus Vedder (Stadt Oberursel) die verschiedenen Tools aus dem Projekt pimoo vor. Das Ziel des Projekts: Instrumente entwickeln, die helfen, Diskussionen und Entscheidungsprozesse über Wege zu einer nachhaltigeren Mobilität auf politischer, gesellschaftlicher und individueller Ebene zu unterstützen und zu versachlichen.
Zum Tool-Baukasten gehören „Wissenshappen“, bei denen Mandatsträger:innen in den Kommunen in leicht verdaulichen Portionen relevantes Grundlagenwissen zu Fragen von Verkehr und Mobilität vermittelt bekommen sowie eine Befragung unter dem Motto „Politik meets Verwaltung“, deren Ergebnisse es den Verwaltungsmitarbeitenden erleichtert zu verstehen, wo sie die Politik erreichen und abholen können. Besonders interessiert aufgenommen wurde der „Mobilitätscheck für Magistratsvorlagen“, der Politikerinnen und Politiker dabei unterstützt, geplante Maßnahmen anhand kommunaler Ziele sachlich zu bewerten.
In der nächsten Projektphase wird pimoo acht Kommunen unterstützen, die entwickelten Instrumente selbst anzuwenden.
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