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STAWAL – Stadtstruktur, Wohnstandortwahl und Alltagsmobilität

STAWAL – Stadtstruktur, Wohnstandortwahl und Alltagsmobilität

Wohnstandortentscheidungen sind stets mit Mobilität verbunden. Foto: Benedikt Glitz (Monumentenbrücke, Berlin)
Wohnstandortentscheidungen sind stets mit Mobilität verbunden. Foto: Benedikt Glitz (Monumentenbrücke, Berlin)
Wohnstandortentscheidungen sind stets mit Mobilität verbunden. Foto: Benedikt Glitz (Monumentenbrücke, Berlin) https://qimby.net/image/1634/berlin-monumentenstr

Ausgangssituation & Forschungsfragen

Die räumliche Struktur von Städten bzw. Stadtregionen und die Alltagsmobilität ihrer Bevölkerung sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Dies ist in starkem Maße vermittelt über die Wohnstandorte der Haushalte und weitere im Alltag relevante Orte, insbesondere die Arbeits- und ggf. Ausbildungsorte der Haushaltsmitglieder. Die Entwicklung des Verkehrs ist deshalb eng mit den Wohnstandortentscheidungen der Bevölkerung verknüpft. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Stadtentwicklung insgesamt, auf klimarelevante Emissionen, Verkehrssicherheit und vieles andere.

Das Projekt befasst sich mit folgenden Fragen:

  1. Welche Mechanismen sind am Werk, wenn räumliche Strukturen und Mobilitätsangebote am Wohnort die Alltagsmobilität beeinflussen? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Lage und Erreichbarkeit von wichtigen alltäglichen Zielorten (z.B. Arbeitsplatz)?
  2. Welche Mobilitätsbedarfe, -anforderungen und -wünsche prägen umgekehrt die Wohnstandortwahl? Welche Rolle spielen dabei (a) Mobilitätsangebote, (b) subjektive Mobilitätseinstellungen, (c) (Geschlechter-)Rollen in (Paar-)Haushalten und (d) die multilokale Arbeit?

Projektansatz & Vorgehensweise

Das Vorhaben nimmt drei Perspektiven ein: Mobilitäts- und Standortnachfrage, Mobilitäts- und Standortangebote und Möglichkeiten der Steuerung der Wechselwirkungen zwischen Wohnen und Mobilität. Kernbestandteile sind – jeweils quantitative und qualitative – (a) Panelbefragungen von Haushalten vor und nach einem Umzug und (b) Querschnittsbefra-gungen von Haushalten in den gleichen Quartieren, um ein breiteres Bild von Mobilität (-sbedarfen) zu erhalten. Die Befragung wird in drei Metropolregionen mit unterschiedlichen räumlichen und sozioökonomischen Charakteristika durchgeführt (Berlin, München, Ruhr-gebiet). Ausgewählt werden Modellquartiere mit expliziten Mobilitätskonzepten und Kontrollquartiere ohne Mobilitätskonzept, so dass Evaluationen der Konzepte möglich sind.

Projektziele & zu erwartende Ergebnisse

Ziel des Vorhabens ist es, besser zu verstehen, (a) wie die Wohnstandortwahl – und insbesondere ein Umzug an einen neuen Wohnstandort innerhalb einer Region – die Alltagsmobilität beeinflusst, (b) welche Mobilitätsbedarfe, -anforderungen und -wünsche die Wohnstandortentscheidung von Haushalten prägen und (c) welche Rolle Mobilitätseinstellungen in den Wechselwirkungen zwischen Mobilität und Wohnstandortwahl spielen. Der praktische Nutzen des Projekts besteht in wissenschaftlich abgesichertem, strategischem und unmittelbar verwertbarem Wissen zu den Verkehrsauswirkungen der Stadtentwicklung und der Wohnstandortwahl, den Mobilitätsanforderungen von Haushalten und einer integrierten, flächensparenden und klimafreundlichen Stadt- und Verkehrsentwicklung.

Laufzeit
01.11.2020 – 31.10.2023

Projektkoordination
Technische Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung
Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung
Prof. Dr. Joachim Scheiner
Tel.: 0231 / 755 4822
E-Mail: joachim.scheiner(at)tu-dortmund.de

Weitere Informationen
http://www.vpl.tu-dortmund.de